28.01.12

Germany's next Topmodel - the top 50 canidates


Hier gibt es einen Überblick über die Top 50-Teilnehmerinnen bei der diesjährigen Staffel von Heidi Klum's Germany's next topmodel. Der große Castingwahn wurde diesmal ausgeklammert und die Show, die am 23. Februar startet, wird gleich mit den 50 Besten losgetreten. Mich erstaunt es ein wenig, dass die mittlerweile 7. Staffel mit einer unveränderten Jury aufwartet - die beiden Thomase sind wieder mit von der Partie. So kann man nur das Beste hoffen, nämlich dass die Sendung trotz dieser Konstellation nicht so lahm wird, wie sie es in der letzten Staffel war. Der Konkurrenzdruck durch die VOX-Produktion Das perfekte Model dürfte aber in gewisser Weise für mehr Elan bei der Prosieben-Kultsendung sorgen.
Man darf sich jetzt schon auf die Umstyling-Episode mit den Girls freuen, denn beim Großteil dieser Top 50 würde man die angestrebte Tätigkeit im Modelbusiness, mit ihrem aktuellen Erscheinungsbild, in 100 Jahren nicht erraten. Da wird sicher die ein oder andere Mähne auf der Strecke bleiben...


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(pictures: Prosieben via Style-Taxi)

Collections: Rena Lange FW 12/13 at Berlin Fashion Week

Wie immer eines meiner persönlichen Highlights bei der Berlin Fashion Week - die Rena Lange-Show. Wie allerdings meine Kollegin Anna direkt nach der Show zu mir meinte, eine der am schwierigsten zu beschreibenden. Damit liegt sie definitiv richtig, denn irgendwie finden sich in Rena Lange-Kollektionen jedes Mal Einflüsse aus verschiedensten Dekaden, eine unfassbare Bandbreite an Farben und Materialien und quasi jedes Element, das man zum Verzieren von Kleidungsstücken anbringen kann...
Die Models hatten schlichte Haare und knallrote Lippen, also ein Makeup- und Haar-Styling, das den Entwürfen den Fokus nicht streitig machte. Das Styling der Kollektion wurde wunderbar komplettiert durch edlen Schmuck, Riemchen-Sandalen oder Overknee-Stiefel und hier und da durch die ein oder andere Tasche.
Die Entwürfe schafften einen stilistischen Spagat, der vom Pailletten-besetzten Blazer und Ledershorts, türkisfarbenen Abendkleid mit Flamenco-Anwandlungen, Mini-Capes über buntbedruckten Blusen, langärmelige Kleider mit Pucci-ähnlichem Muster, Kostüm aus metallisch-durchzogenem Bouclé und verschiedenen Teilen mit Blumenprints bis hin zu - meinem persönlichen Favoriten - einer komplett Federn-bedeckten Jacke reichte.










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(pictures & video: Hugo Hase)

26.01.12

Collections: Perret Schaad FW 12/13 at Berlin Fashion Week

Minimalismus in seiner reinsten Form ist die unverkennbare Handschrift des Berliner Design-Duos Perret Schaad. Vor zwei Jahren feierten die "Töchter Jil Sander's" ihren Einstand auf der Berliner Fashion Week. Mittlerweile gehören sie zu den größten Namen der Veranstaltung, deren Laufsteg-Show jeder gerne sehen will, aus Interesse daran, in welche Richtung sich das Label weiterentwickeln wird.
Die spannendste und auffälligste Neuerung waren diesmal die gesteppten Lederjacken und -röcke. Labeluntypisch körpernah geschnitten ergaben sie eine elegante Ergänzung zu den körperumspielenden Blusen und Kleidern der Kollektion. Asymmetrische Reißverschlüsse an Wollstoff-Jacken und -Mänteln, gewohnter, partieller Einsatz von Transparenz und geometrische, zipfelige Schnitte bei fließenden Röcken und weiten Blusen waren andere wichtige Kollektionsbestandteile.
Die Farbpalette der Kollektion wird bestimmt von hellem Grün und Beige sowie dunklem Blau. Sie brechen die Dominanz verschiedener Grautöne und den hohen Weiß- und Schwarzanteil auf.
Flache Stiefeletten und Stiefel dürften so mancher Highheel-ablehnenden Betrachterin am augenscheinlichsten aufgefallen sein.








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(pictures: Hugo Hase)

Collections: Karlotta Wilde FW 12/13 at Berlin Fashion Week

Karlotta Wilde war eines von vielen Jungtalenten, die im letzten Sommer zum ersten Mal im Zelt der Berliner Fashion Week zeigten und auch diesmal wieder mit dabei. Nachdem im Sommer ultrakurze Shorts und Skorts, bodenlange minimalistische Roben mit dekorativen Lederstreifen und ausgestellte Röcke aus steifer Baumwolle die Kollektion bestimmten, war der Einruck diesmal irgendwie zarter, aber zugleich düsterer und femininer.
Die metallischen Taillengürtel, die hart abgestuften Längen der Lagen und manche scharf geschnittenen Silhouetten sorgen für eine feminine Ausstrahlung, die wesentlich erwachsener wirkt, als die Magenta-bestimmte Sommerkollektion. Offene, leicht ausgefranste Schnittkanten - die ich gewöhnlich nicht sonderlich gut heiße, hier aber sehr passend finde - sind essentiell für das Layering. Plissées kommen vereinzelt zum Einsatz.
Wer kastige Formen und Gegensätze wie weich und hart, fließend und steif mag, ist gut beraten, sich das Label der AMD München-Absolventin genauer unter die Lupe zu nehmen.







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(pictures: Hugo Hase)

24.01.12

Collections: Designer for tomorrow - Alexandra Kiesel FW 12/13 at Berlin Fashion Week

Nachdem ich ein Interview von jetzt.de gelesen hatte, das mit der Designer for tomorrow-Preisträgerin Alexandra Kiesel am Morgen nach ihrer Show geführt wurde, muss ich gestehen, dass sie mir recht sympathisch erscheint - schön abgeklärt. Umso bedauerlicher, dass ich ihre Kollektion als krasse Themaverfehlung ansehe. Schließlich befanden wir uns bei der Fashion Week für Fall/Winter 2012/13 und die gezeigte Kollektion war sicher alles, aber keine Herbst/Winter-Kollektion. In der Schule wäre dies eine klare 6 gewesen - was hilft einem die schönste Buchbesprechung, wenn die Aufgabe ein Erörterung war...
Diesen Tatbestand beiseite gelegt, war es natürlich eine Kollektion, die großes Potential und sehr interessante Ansätze bot. Die 29-jährige Absolventin der Kunsthochschule Weißensee hat ein außerordentliches Gespür für Farben und Muster und deren Kombination. In Zusammenarbeit mit elf Berliner Künstlern entstanden verschiedene Allover-Drucke, die die einzelnen Bekleidungsstücke zierten. Beeindruckend ist, dass Alexandra Kiesel ihre Kollektion zusammen mit nur zwei Praktikanten erarbeitet hat. Denn neben großen Laufsteg-Konkurrenten - Labels, die schon seit langer Zeit etabliert sind und zum Teil diverse Designer, Schnittmacher und Modellnäher beschäftigen - musste sich diese Kollektion wahrlich nicht verstecken.
Besonders gut gefallen haben mir die Schulterteile, die immer mal wieder vorkamen und die Art der Patchwork-Kombination von Muster miteinander, aber auch von Mustern mit Unifarben - obwohl ich normalerweise Patchwork eher langweilig bis anstrengend (Desigual) finde. Mit einer der spannendsten Aspekte ihrer Kollektion ist, dass Alexandra die Kleidungsstücke in Bausteine aufteilt - mehr oder weniger die Schnittteile. Im Onlineshop, der in naher Zukunft an den Start gehen soll, darf die Kundin dann frei entscheiden, welche Farbe oder welches Muster der einzelne Baustein hat und kann sich so ein individuelles Outfit "von der Stange" zusammenstellen. Sollte sie dieses Fall/Winter-Outfit dann auch tatsächlich im nächsten Winter tragen wollen, muss sie sich halt eine Winterjacke oder einen entsprechenden Mantel bei der Konkurrenz besorgen.







After reading an interview on jetzt.de that was done with Designer for tomorrow award winner Alexandra Kiesel the morning after her show, I have to say I believe she's pretty cool. That aside I think her collection was missing the point big time. I mean we were attending Fashion Week Berlin for fall/winter 2012/13 and the collection she showed was everything, but no collection for fall/winter... 
Nevertheless it was a collection showing her great potential and a lot of interesting takes on pret-a-porter. The 29-year-old alumna of Kunsthochschule Weißensee has an extraordinary take on the use of color and patterns and of combining them. Working together with eleven Berlin artists she created different allover motives that were printed onto single parts of her designs.
It's kind of impressive that Alexandra Kiesel produced her collection by herself working together with only two interns. Her work could easily bear up agains the comparison with other big labels at the event - labels which established themselves a long time ago and employ loads of pattern makers, designers and sample makers. 
The highlights of her collection were the shoulder pieces, that kept popping up here and there and also the way she combined patterns with single colors. One of the most interesting aspects of her collection is that Alexandra splits her designs into single moduls (the different pieces of the pattern). In the online-shop which will be opened in the near future the customer can decide which color or pattern each of the moduls should have. So she can create her very personalized ready-to-wear piece. Should she really want to wear that fall/winter look in the winter, she might need to buy a coat from some competitors label.

(pictures: Hugo Hase)

Collections: Von Bardonitz FW 12/13 at Berlin Fashion Week

Das Berliner Modelabel von Designerin Nicole Roscher - von Bardonitz - zeigte letzte Woche zum ersten Mal im Zelt bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin. In einer Studiopräsentation, die von minimalistischer Live-Musik des Musikers Shingo Inao begleitet wurde, konnte man eine der androgynsten Kollektionen dieser Fashion Week betrachten. Die Idee hinter der Kollektion mit dem Titel "One" war, dass die Designerin sich mit der Veränderung von Verhaltensweisen des Menschen durch technologischen Fortschritt und der daraus folgenden Änderung der persönlichen Identität auseinandersetzte.
Soweit die Theorie. In der Praxis wirkte das Ganze etwas religiös angehaucht, durch Mitra-ähnliche Kopfbedeckungen, die manche Models trugen. Körperumspielende, Kokon-ähnliche, Schnitte, Materialkontraste von schweren Wollstoffen und hauchzarter Seide und die Dominanz der Nichtfarbe Schwarz zeichnen die Kollektion aus. Eine perfekte Ergänzung zu den, die Grenzen zwischen den Geschlechtern auflösenden Looks, stellten die Plateau-Schuhe des Berliner Schuhlabels Zeha Berlin dar. Die Schuhe aus der Urban Classic Linie wurden speziell für die von Bardonitz-Präsentation gefertigt.
Auch wenn einzelne Entwürfe problemlos tragbar wären und die Ideen der Designerin sehr spannend sind, muss man leider auch bemängeln, dass die Verarbeitung stellenweise einfach hinter vielen Zelt-Konkurrenten zurückblieb. Wenn man dem Publikum die Chance gibt, die Entwürfe in aller Ruhe und aus nächster Nähe zu betrachten, wie es bei den Studio-Präsentation normalerweise der Fall ist, sollten diese auch bis ins kleinste Detail perfekt umgesetzt sein.
Nichtsdestotrotz freue ich mich seht darauf, die Entwicklung von Bardonitz' weiter zu verfolgen, da es sich um eines der spannendsten Labels der Hauptstadt handelt.









The Berlin fashion label of Nicole Roscher - von Bardonitz - showed last week for the first time in the tent of Mercedes-Benz Fashion Week Berlin. During a studio presentation that was accompanied by minimalistic live music by musician Shingo Inao one had the chance to have a look at one of the most androgynous collections of this fashion week. The idea behind the collection with the title "One" was that Nicole altercated with the changes of human behavior caused by technologic progress and the changes of the personal identity resulting of all that.
So much for theory... The idea reduced to praxis resulted in religious looks, which was mostly due to the miter-like hats the models wore. Wide, cocoon-like patterns and the contrast in material of very heavy wool combined with delicate silk and the dominance of black characterized the collection.
A perfect addition to the looks, that made the borders between the sexes disappear, were the platform shoes by Berlin shoe label Zeha Berlin. They were manufactured especially for the presentation.
Even if some of the designs seemed very wearable and the ideas of the designer are very exciting, one hast to criticize the workmanship of the clothes which couldn't keep up with most of the competitors showing in the tent. If you give you audience the chance to take that close a look at your work - like it usually happens at studio presentations - everything should be worked perfectly.
Nevertheless I believe that von Bardonitz is one of the most exciting avant-garde labels of the German capital and I'm looking forward to see more of Nicole's work.


(pictures: Hugo Hase)

23.01.12

Collections: Rebecca Ruetz FW 12/13 at Berlin Fashion Week

Die gebürtige Österreicherin Rebecca Ruetz, die 2008 an der AMD in München ihr Modedesign-Studium abschloss, war zum zweiten mal im Zelt der Berliner Fashion Week mit dabei. Im vergangenen Sommer zeigte sie ihre Entwürfe, die mit verschiedenen Chakras auf der Innenseite versehen sind, um die Energieflüsse des Körpers zu unterstützen, noch im Studio. Dieses mal durften ihre Modelle auf den Runway. 
Eine Runway-Show, die leider nicht unbedingt zu meinen Lieblings-Schauen bei dieser Fashion Week gehörte. Im Sommer war ich noch recht angetan von den farbenfrohen und mit viel Leder versehenen Werken von Rebecca. Die Show am Mittwoch enttäuschte mich schon beim Haar-Styling der Models - lässige offener Haare sind an und für sich ja nichts verkehrtes und können als Ausgleich für so ein gut gemachtes, auffälliges Augen-Makeup dienen, wie es diese Show zu bieten hatte. Allerdings kann so ein Haarstyling auch sehr schnell schlampig und ungepflegt aussehen, wie man auf dem obersten Bild sehen kann - furchtbar!
An den Entwürfen störten mich am meisten die auffälligen Labels, was man auf dem vorletzten Bild deutlich sehen kann. Das erinnerte mich doch zu sehr an EDC von Esprit...
Das Markenzeichen von Rebecca Ruetz - die gegeneinander versetzt eingelegten Falten, die an verschiedensten Platzierungen zum Einsatz kamen, hätte man meiner Meinung nach noch interessanter platzieren können. Die Hippie-esquen Kleider, die Fransenweste und der lange Mantel waren meine Highlights der Show und ganz besonders auch die diversen Gürtel über manchen Kleidern. Die Leggings unter manchen Röcken und Kleidern sollten wohl für etwas mehr Herbst/Winter-Eindruck sorgen, wirkten aber doch irgendwie sehr unpassend. Ich bin eigentlich ein großer Leggings-Verfechter, muss aber trotzdem zugeben, dass ich sie - vor allem an Frauen - mittlerweile wirklich nicht mehr sehen kann - vor allem, wenn das Styling davon so negativ beeinträchtigt wird.
Man darf trotzdem gespannt sein, ob Rebecca Ruetz in der nächsten Saison wieder im großen Stil zeigen wird und wie sie ihren Stil weiterentwickeln kann!







Austrian fashion designer Rebecca Ruetz finished her studies at AMD in Munich in 2008. It was her second appearance in the tent of Berlin Fashion Week. Last summer she showed her designs, which feature different chakras on the inside, that are supposed to effect the energy flow of the body in a positive way, in the studio. This time she sent her models onto the runway.
It was a runway show which was not among my favorite shows of this Fashion Week. I was very fond of the work of Rebecca I got to see last summer, but the show last Wednesday disappointed in various ways. One of them was the hair styling of the models. There is nothing wrong with an easy flowy do - it could even be a good counterpart of an extreme eyeshadow like the one the models featured, but it can also look sloppy really easy, which happened here (you can see that on the first picture) - horrendous!
The thing that bothered me most about her desings were the big labels, that were placed way to obvioulsy (the last but one picture proves that). It reminded me way too much of EDC by Esprit...
The signature of Rebecca Ruetz so far - the juxtapositioning of pleats in different parts of the garments - could have been used much more interestingly in my mind. The hippie-esque dresses, the vest with the short fringes and the long coat were my highlights of the show, especially with the massive amount of belts around them.
The leggings worn under most skirts and dresses, that were supposed to create more of a fall/winter impression, seemed rather mismatching. I love myself a pair of nice leggings, but even I cannot see them anymore - especially on women and especially if the effect the styling in such a negative way.
Nevertheless I'm looking forward to see what Rebecca Ruetz will come up with in the next season and how she can develop her style.




(pictures & video: Hugo Hase)